Wohnst du noch, oder begegnest du schon?

3 Sep

In einer Großstadt wie München leben Menschen unterschiedlichster Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Kultur und Religion oft Tür an Tür. Doch trotz des engen räumlichen Kontakts – denn immerhin leben knapp 4400 Menschen auf einem Quadratkilometer – kommt es immernoch selten zu einer bewusst herbeigeführen, menschlichen Begegnung.


Occurso e.V. versucht eben diese Begegnung der Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zu fördern. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 hat sich das Occurso-Institut für interreligiöse und interkulturelle Begegnung in der „Dialogwelt“ Münchens einen Namen gemacht und kann mit einem vielfältigen Angebot aufwarten.
Rechtlich gesehen ist Occurso ein eingetragener Verein und wird daher von einem Vorstand geleitet. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Martin Rötting, ein promovierter Religionswissenschaftler und Religionspädagoge aus Freising. Den stellvertretenden Vorsitz hat derzeit die Theravada-Buddhisstin Marianne Jacob inne, die sich außerdem um Buchhaltung, Finanzen und Mitgliederbetreuung kümmert. Occurso wird außerdem von einem Beirat in seiner Arbeit beratend unterstützt, dem beispielsweise auch Dr. Michael von Brück und Rabbiner Steven Langnas angehören. Mehrere Studenten der Religionswissenschaft erhalten zudem durch ein Praktikum einen Einblick in die Dialogarbeit und diverse Partnervereine, beispielsweise das Interreligiöse Dialogzentrum IDIZEM e.V., stehen in engem Kontakt zu Occurso. Finanziert wird der Verein durch einen Jahresbeitrag der aktiven Mitglieder und Förderer, die Veranstaltungen sind jedoch meist kostenfrei und auch Nichtmitgliedern zugänglich.
Sowohl im Vorstand als auch im Beirat lassen sich Menschen aus verschiedenen religiösen Gruppierungen finden, denn die Akteure sollen ihren Glauben und ihre Kultur mit in die Begegnung einbringen. „Religion heute leben lernen heißt, den eigenen Glauben und seine Tradition im Angesicht und in Verantwortung gegenüber anderen Religionstraditionen leben zu lernen. Occurso bietet die Chance, den eigenen Glauben an der Grenze zu anderen Religionen und im Austausch mit ihnen zu verstehen, zu leben und zu vermitteln“, sagt auch Vorstandsmitglied und Beiratsleiter André Gerth.


Bildung, Forschung und Begegnung
– in diese drei Segmente gliedert sich die Arbeit des Instituts. Den ersten Teilbereich deckt beispielsweise der Dialogbegleiterkurs ab, bei dem sich die Teilnehmer zu kompetenten Moderatoren im interreligiösen Dialog ausbilden lassen können. Geforscht wird derzeit in einem von Dr. Martin Rötting und Dr. Michael von Brück initiierten Projekt zum interreligiösen Lernen im christlich-islamischen Dialog.

Und Begegnung findet bei den zahlreichen Veranstaltungen in Form von Symposien oder der „Zu Gast bei…“ Reihe statt. In letzterer laden verschiedene Religionsgemeinschaften in München alle Interessierten ein, als Gäste in ihrem jeweiligen Gebets-oder Gemeindehaus Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Meist endet eine solche Veranstaltung bei einem leckeren Essen mit intensiven und angeregten Gesprächen. So führte der Weg die Teilnehmer  bereits zu den Muslimen, Bahá’í, Buddhisten und vielen mehr.
Auf der Internetseite http://www.occurso.de erhält man alle wichtigen Informatioen zu Aufbau und Arbeit des Instituts und der Dialogkalender bietet eine breite Auswahl an interreligiösen Veranstaltungen (hierbei sei auch auf unseren Veranstaltungskalender auf Seite … verwiesen). Wenn man sich für den Newsletter anmeldet, wird man einmal monatlich mit den neuesten Informationen rund um Occurso versorgt.

Quelle und Bilder: http://www.occurso.de

MIRIAM TRESCHER

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